Zielsetzung:Die Firma Ökofen in Lembach benötigt für ihre Heizungen M10 Schrauben mit einer Länge von 20mm, die entlang der Längsachse eine Durchgangsbohrung haben.
Die Bohrungen lässt sie von der Werkstatt Ariola in Peilstein fertigen. Diese erledigten ihren Auftrag bis jetzt mit einer handelsüblichen Standbohrmaschine. Das Problem ist, dass die Gefahr besteht, dass sich die körperlich oder geistig beeinträchtigten Personen an der Stehbohrmaschine Verletzungen zufügen könnten. Somit wurden wir bzw. unsere Schule beauftragt eine „halbautomatisierte“ Bohrstation zu bauen.
Systembeschreibung:Unter dem Begriff „halbautomatisiert“ ist gemeint, dass zumindest eine Person an der Maschine beschäftigt werden kann. Somit wurde die Bohrstation so ausgelegt, dass die Schraubenzuführung durch ein Magazin erfolgt. Die Magazinaufnahme wurde extra vom eigentlichen Gerät abgetrennt um Verletzungen zu vermeiden. Nach dem Magazin, bereits im Gehäuseinneren, werden die Schrauben mit Hilfe von zwei Zylindern vereinzelt. Die Schraube rutscht anschließend entlang einer Führung, mit einem kleinen Luftimpuls unterstützt, zur Klemmvorrichtung, dort wird sie, wie schon der Name sagt, geklemmt. Ist die Schraube fest eingespannt, schaltet sich die Bohrmaschine und deren Vorschub ein. Da beim Bohren viel Hitze entsteht kann auf mehrmaliges Herausfahren und auf Kühlmittel nicht verzichtet werden, auch ein spanbrechendes Bohren ist unumgänglich.
Nachdem die Schraube gebohrt wurde, fahren beide Zylinder der Klemmvorrichtung zurück und sie fällt in die Schraubenlade. Von dort können die gebohrten Schrauben ohne Gefahr entnommen werden.